Karwin

Karviná

Zpět
Karwin liegt am Rand des oberschlesischen Kohlebeckens, 20 km östlich von Mährisch Ostrau (Moravská Ostrava) an der Grenze zu Polen. Nach der Entdeckung der reichen Kohlevorkommen Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Menschen aus der ganzen Habsburgermonarchie, vor allem aus Galizien, nach Karwin und Umgebung, um dort in den Kohlebergwerken zu arbeiten. 80 % der Bevölkerung waren Angehörige der polnischen Minderheit. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde die Region im September 1939 an den Regierungsbezirk Oberschlesien angegliedert und die Hermann-Göring-Werke übernahmen einen Großteil der Kohleschächte.
Im Kohlebergbau in Karwin waren während des Krieges in erster Linie sowjetische Kriegsgefangene eingesetzt. Die größten Arbeitskommandos mit über 1000 Häftlingen arbeiteten im Johann- und im Barbara-Schacht. Am Barbara-Schacht gab es von Juni 1940 bis August 1943 ein Zwangsarbeitslager für polnische Juden. Ab 1943 waren in Karwin auch italienische Gefangene als Zwangsarbeiter eingesetzt. In der Schachtanlage „Jan Karel“ (seit 1951 ČSA) arbeiteten 420 Italiener, im Hohenegger-Schacht sogar mehr als 700. Im heutigen Stadtteil Neustadt (Nové Město) waren vom Sommer 1942 bis zum Kriegsende Angehörige der polnischen Minderheit aus Oberschlesien interniert.
Portál Moderní dějiny

Dank der Interviews der Datenbank des USC Shoah Foundation konnte eines der unbekannten Kapitel in der Geschichte Karwins rekonstruiert werden. Sie haben die Möglichkeit auf einer tschechischen Internetseite sich drei kurze Videos über die Herkunft, die Lebens- und die Arbeitsbedingungen der Häftlinge des Zwangsarbeitslagers für Juden Karwin anzusehen. Die Videos sind in englischer Originalsprache mit tschechischen Untertiteln. An den Videos waren Schüler des Sprachgymnasiums Pavel Tigrid in Ostrava-Poruba beteiligt.

 
Video

AUSSTELLUNG

Aktueller Ausstellungsort: vestibul Městského úřadu Český Krumlov, 10.–31. 10. 2018

Institut Terezínské iniciativyDie Ausstellung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik erstellte das Institut Terezínské iniciativy o.p.s. in Zusammenarbeit mit den Partnern Antikomplex, Živá paměť und der Gedenkstätte Flossenbürg.


Die Ausstellung besteht aus 20 Stellwänden im Format A0 (eine Seite tschechisch, die andere Seite deutsch), die auf Malerstaffeleien montiert werden. Die minimale benötigte Ausstellungsfläche beträgt 80 m², oder ein Flur von ca. 50 Metern.


Die Leihgabe der Ausstellung ist kostenlos. Der Leihnehmer übernimmt nur die Transportkosten. Die Stellwände werden in einer speziellen Schutzkiste transportiert, die Malerstaffeleien einzeln. Die Ausstellung findet Platz in einem Kombi ab der Größe Škoda Octavia.


Im Falle Ihres Interesses, die Ausstellung auszuleihen,
kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail marie.zahradnikova@terezinstudies.cz / education@terezinstudies.cz
oder telefonisch unter: +420 608 611 787 / +420 222 317 013

Aktionen

13. 4. 2016

feierliche Eröffnung

Feierliche Ausstellungseröffnung in den Ausstellungsräumen der Národní technická knihovna in Prag - Dejvice

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13. 4.2016

Seminar
Prag

Bildungsseminar für Mittelschulen in der Národní technická knihovna, Beginn 12:30 Uhr

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16.—18. 3. 2016

Treffen in Flossenbürg

Deutsch-tschechische Jugendbegegnung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

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25.—26. 2. 2015

Konferenz
Liberec

Internationale Konferenz "Verlieren wir das Gedächtnis. Vergessene Orte der NS-Zwangsarbeit in Mitteleuropa

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Partner

An der
Ausstellungen
waren beteiligt  

 

Finanziell
unterstützt durch

 

Kontakt

Institut Terezínské iniciativy
Obecně prospěšná společnost
Jáchymova 63/3
110 00, Prag 1
Tschechische Republik
Im Falle, dass Sie die Ausstellung ausleihen
möchten, kontaktieren Sie bitte Marie Smutná:
 
e-mail: marie.smutna@terezinstudies.cz
telefon: +420 608 611 787
 
oder Büro:
e-mail: education@terezinstudies.cz
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