Alttabor

Sezimovo Ústí

Zpět
Die Maschinenbaufirma Moravské a slovenské strojírny (MAS), ein Tochterunternehmen der Aktiengesellschaft Baťa in Zlin (Zlín), suchte 1938 nach einem neuen Standort. Die Wahl fiel auf Alttabor in der Nähe der südböhmischen Stadt Tabor (Tábor). Der kleine Ort litt auf der einen Seite unter hoher Arbeitslosigkeit, auf der anderen Seite verfügte er über eine gute Verkehrsanbindung. Die Bauarbeiten in Alttabor begannen im Juni 1939. Neben den Produktionshallen der Maschinenfabrik sollte dort nach dem Zliner Vorbild auch eine Arbeitersiedlung entstehen.
Die Abwanderung von Arbeitskräften ins Deutsche Reich wegen des erhöhten Bedarfs der Kriegswirtschaft brachte 1941 den Bau der Fabrik und der Wohnsiedlung der Baťa-Tochter in Alttabor ins Stocken. Aus diesem Grund bemühte sich die Leitung der Firma MAS aktiv um den Einsatz jüdischer Arbeiter, die die fehlenden Arbeitskräfte ersetzen sollten. Im Juni 1941 beschäftigte der Betrieb MAS in Alttabor 65 Juden (Männer). Im Einklang mit den damals geltenden Gesetzen waren sie in hohem Maße von ihrer Umgebung isoliert, wurden aber nicht bewacht. Die Zwangsarbeit bei MAS bewahrte diese Männer im Herbst 1941 jedoch nicht vor den Massendeportationen in Ghettos und Lager.

Otto Brössler
* 1904
Uherské hradiště, CZ

Otto Brössler wurde 1904 in Ungarisch Hradisch (Uherské Hradiště) geboren. Ab Januar 1937 arbeitete er als Leiter der Betriebsgarage und der Autowerkstatt bei Baťa in Zlin. Im Jahr 1939 wurde er als Schlosser nach Alttabor versetzt. Im November 1942 wurden er und seine Familie im Ghetto Theresienstadt interniert. Im Februar 1943 starb dort sein fünfjähriger Sohn Karl. Ende September 1944 wurde Otto Brössler ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Die Befreiung erlebte er im Konzentrationslager Mauthausen-Gusen. Nach dem Krieg emigrierte er mit seiner Frau Georgina, die das Kriegsende im Lager Mauthausen erlebte, nach Israel.

AUSSTELLUNG

Aktueller Ausstellungsort: vestibul Městského úřadu Český Krumlov, 10.–31. 10. 2018

Institut Terezínské iniciativyDie Ausstellung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik erstellte das Institut Terezínské iniciativy o.p.s. in Zusammenarbeit mit den Partnern Antikomplex, Živá paměť und der Gedenkstätte Flossenbürg.


Die Ausstellung besteht aus 20 Stellwänden im Format A0 (eine Seite tschechisch, die andere Seite deutsch), die auf Malerstaffeleien montiert werden. Die minimale benötigte Ausstellungsfläche beträgt 80 m², oder ein Flur von ca. 50 Metern.


Die Leihgabe der Ausstellung ist kostenlos. Der Leihnehmer übernimmt nur die Transportkosten. Die Stellwände werden in einer speziellen Schutzkiste transportiert, die Malerstaffeleien einzeln. Die Ausstellung findet Platz in einem Kombi ab der Größe Škoda Octavia.


Im Falle Ihres Interesses, die Ausstellung auszuleihen,
kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail marie.zahradnikova@terezinstudies.cz / education@terezinstudies.cz
oder telefonisch unter: +420 608 611 787 / +420 222 317 013

Aktionen

13. 4. 2016

feierliche Eröffnung

Feierliche Ausstellungseröffnung in den Ausstellungsräumen der Národní technická knihovna in Prag - Dejvice

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13. 4.2016

Seminar
Prag

Bildungsseminar für Mittelschulen in der Národní technická knihovna, Beginn 12:30 Uhr

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16.—18. 3. 2016

Treffen in Flossenbürg

Deutsch-tschechische Jugendbegegnung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

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25.—26. 2. 2015

Konferenz
Liberec

Internationale Konferenz "Verlieren wir das Gedächtnis. Vergessene Orte der NS-Zwangsarbeit in Mitteleuropa

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Partner

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Kontakt

Institut Terezínské iniciativy
Obecně prospěšná společnost
Jáchymova 63/3
110 00, Prag 1
Tschechische Republik
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e-mail: marie.smutna@terezinstudies.cz
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