Schatzlar

Žacléř

Zpět
Schatzlar ist eine kleine Industriestadt im Riesengebirge an der Grenze zu Schlesien. Vor dem Krieg waren die meisten der 3 200 Einwohner deutschsprachig und 1938 wurde die Region gemeinsam mit dem Landkreis Trautenau (Trutnov) Teil des Sudetengaus. Von 1941 bis zum Kriegsende arbeiteten im Textilwerk Buhl & Sohn in Schatzlar mehr als 100 jüdische Mädchen und Frauen aus Polen und Ungarn. In den Kohlegruben und für Gleisarbeiten waren Kriegsgefangene aus der UdSSR, Frankreich und Großbritannien eingesetzt.
Durch Aufträge für die Kriegswirtschaft und die Einberufung vieler Männer in die Wehrmacht kam es in Schatzlar zu einem Arbeitskräftemangel. Ab 1941 arbeiteten dort 220 französische Kriegsgefangene. Sie wurden in der leerstehenden Glashütte einquartiert. Später kamen noch 500 sowjetische Häftlinge hinzu, die in Holzbaracken am Elisabethstollen im benachbarten Lampersdorf (Lampertice) interniert waren. Eine unbekannte Zahl britischer Kriegsgefangener verrichtete Gleisarbeiten. Sie wohnten in der ehemaligen Zollstation Königshan (Královec). Das Textilwerk Buhl & Sohn setzte in der Flachsspinnerei auch deportierte polnische und ungarische Jüdinnen ein.

Sala Kirschner
* 1924
Sosnowec, PL

Sala Kirschner (geb. Garncarz) wurde 1924 als jüngstes von 11 Geschwistern in Sosnowitz (Sosnowiec) bei Krakau (Kraków) geboren. Mit 16 meldete sie sich freiwillig für ihre Schwester zur Zwangsarbeit in einem jüdischen Arbeitslager der SS-Organisation Schmelt. Im Mai 1945 wurde sie in Schatzlar befreit. Ein Jahr später heiratete sie einen amerikanischen Soldaten und ging in die USA. Ihrer Familie hatte sie nie von ihren Erlebnissen im Krieg erzählt. Erst 1991, vor einer Herzoperation, übergab sie ihrer Tochter Ann Kirschner eine Schachtel mit 350 Briefen aus den Kriegsjahren. Auf deren Grundlage schrieb Ann das Buch „Salas Geheimnis“, das auch auf Deutsch.

AUSSTELLUNG

Aktueller Ausstellungsort: vestibul Městského úřadu Český Krumlov, 10.–31. 10. 2018

Institut Terezínské iniciativyDie Ausstellung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik erstellte das Institut Terezínské iniciativy o.p.s. in Zusammenarbeit mit den Partnern Antikomplex, Živá paměť und der Gedenkstätte Flossenbürg.


Die Ausstellung besteht aus 20 Stellwänden im Format A0 (eine Seite tschechisch, die andere Seite deutsch), die auf Malerstaffeleien montiert werden. Die minimale benötigte Ausstellungsfläche beträgt 80 m², oder ein Flur von ca. 50 Metern.


Die Leihgabe der Ausstellung ist kostenlos. Der Leihnehmer übernimmt nur die Transportkosten. Die Stellwände werden in einer speziellen Schutzkiste transportiert, die Malerstaffeleien einzeln. Die Ausstellung findet Platz in einem Kombi ab der Größe Škoda Octavia.


Im Falle Ihres Interesses, die Ausstellung auszuleihen,
kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail marie.zahradnikova@terezinstudies.cz / education@terezinstudies.cz
oder telefonisch unter: +420 608 611 787 / +420 222 317 013

Aktionen

13. 4. 2016

feierliche Eröffnung

Feierliche Ausstellungseröffnung in den Ausstellungsräumen der Národní technická knihovna in Prag - Dejvice

Více

13. 4.2016

Seminar
Prag

Bildungsseminar für Mittelschulen in der Národní technická knihovna, Beginn 12:30 Uhr

Více

16.—18. 3. 2016

Treffen in Flossenbürg

Deutsch-tschechische Jugendbegegnung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Více

25.—26. 2. 2015

Konferenz
Liberec

Internationale Konferenz "Verlieren wir das Gedächtnis. Vergessene Orte der NS-Zwangsarbeit in Mitteleuropa

Více

Partner

An der
Ausstellungen
waren beteiligt  

 

Finanziell
unterstützt durch

 

Kontakt

Institut Terezínské iniciativy
Obecně prospěšná společnost
Jáchymova 63/3
110 00, Prag 1
Tschechische Republik
Im Falle, dass Sie die Ausstellung ausleihen
möchten, kontaktieren Sie bitte Marie Smutná:
 
e-mail: marie.smutna@terezinstudies.cz
telefon: +420 608 611 787
 
oder Büro:
e-mail: education@terezinstudies.cz
telefon: +420 222 317 013

 

© 2016 Institut Terezínské iniciativy, obecně prospěšná společnost webdesign: MAKE*detail